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Mein Blutzucker ist erhöht

Wie kommt es dazu?

Angenommen, Sie haben erfahren, dass Ihr Blutzuckerspiegel erhöht ist. Was nun?

Ein erhöhter Blutzucker bedeutet, dass sich mehr Zucker (Glukose) im Blut befindet, als der Körper eigentlich braucht. Zucker ist zwar ein wichtiger Energielieferant, doch er muss aus dem Blut in die Körperzellen gelangen, um dort genutzt zu werden. Bleibt zu viel Zucker im Blut, kann das auf Dauer schädlich sein – für Gefäße, Nerven und Organe.

Eine häufige Ursache für dauerhaft erhöhten Blutzucker ist die sogenannte Insulinresistenz. Das klingt kompliziert, ist aber im Grunde ein recht gut verständlicher Vorgang im Körper.

Wenn Sie Kohlenhydrate mit Ihrer Nahrung zu sich genommen haben, werden diese im Rahmen der Verdauung in Zucker umgewandelt.

Kohlenhydrate sind unter anderem:  Brot, Getreideprodukte, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Obst, Milch, Joghurt, Zucker in Süßigkeiten, Softdrinks und Säften.

Das Endprodukt dieser Umwandlung ist Glukose (Traubenzucker). Glukose wird durch das Blut zu den Körperzellen transportiert und wird in Leber, Muskeln und Gehirn benötigt.

Wozu dient Insulin?

Sie haben sicherlich schon davon gehört, dass das körpereigene Hormon Insulin dafür verantwortlich ist, den erhöhten Blutzucker wieder zu senken. Insulin wirkt wie ein Schlüssel. Dieser Schlüssel öffnet die „Türen“ Ihrer Körperzellen, damit Glukose aus dem Blut hineingelangen kann. Dort wird der Zucker als Energiequelle genutzt – zum Beispiel für Bewegung, oder einfach, damit Ihre Organe arbeiten können. Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse wie in einer Fabrik produziert. Sie reagiert auf den erhöhten Blutzuckerspiegel und schüttet eine angemessene Menge Insulin aus.

 

Insulinresistenz und ihre Entstehung

Bei einer Insulinresistenz passiert Folgendes:
Die „Schlösser“ an den Zellen reagieren nicht mehr richtig auf den Schlüssel Insulin. Das bedeutet, obwohl Insulin vorhanden ist, öffnen sich die „Türen“ schlechter. Der Zucker bleibt dadurch vermehrt im Blut, anstatt in die Zellen zu gelangen.

Der Körper merkt das und versucht gegenzusteuern:
Die Bauchspeicheldrüse produziert immer mehr Insulin, um die Wirkung zu verstärken. Das funktioniert eine Zeit lang – der Blutzucker bleibt noch halbwegs normal. Aber auf Dauer wird das System überlastet.

 

Warum entsteht Insulinresistenz?

Es gibt wesentliche Risikofaktoren, die häufig zusammenwirken:

  • Zu wenig Bewegung
  • Übergewicht, vor allem Bauchfett
  • Zu hohe Kalorienzufuhr - zu viel Kohlenhydrate, vor allem Zucker
  • Ungünstige, nährstoffarme Ernährung
  • Schlafmangel und zu viel Stress
  • Rauchen
  • Genetische Veranlagung

Alle diese Risikofaktoren begünstigen eine veränderte Zusammensetzung unseres Mikrobioms.

Folgen einer Insulinresistenz

Wenn die Insulinresistenz bestehen bleibt, kann sich daraus mit der Zeit ein Typ-2-Diabetes entwickeln, der unbehandelt  die Gefahr einer Schädigung der Gefäße erhöht. Außerdem steigt das Risiko für:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Fettstoffwechselstörungen

Typische Anzeichen gibt es oft lange nicht, viele merken es zunächst gar nicht. Manchmal treten unspezifische Symptome auf wie:

  • Müdigkeit
  • Heißhunger, besonders auf Süßes
  • Gewichtszunahme

Eine Insulinresistenz kann sowohl schlanke als auch übergewichtige Menschen betreffen.

Übrigens: Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie Probleme beim Abnehmen haben? Das kann die Folge einer Insulinresistenz sein. Lassen Sie hierzu von Ihrem Arzt gezielte Blutwerte messen.

Fazit

Kurz gesagt: Bei Insulinresistenz funktioniert die „Türöffnung“ für Zucker nicht mehr richtig. Der Körper versucht das auszugleichen, aber langfristig kann das zu ernsthaften Erkrankungen führen.

 

Die gute Nachricht: Insulinresistenz ist oft beeinflussbar. Schon kleine Veränderungen können viel bewirken. Gerne helfe ich Ihnen dabei, dieses Problem in Angriff zu nehmen. Sprechen Sie mich gerne an.

 

 

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt keine Beratung durch Ihren Arzt.